Montag, 1. Oktober 2018

Ein Ausflug in den Wald - Herbst in Berlin



Dieser großartige Sommer 2018 schenkt Berlin zum Herbstanfang  noch einen kleinen Nachschlag,

Zwar ist es nicht mehr so unfassbar heiß, aber die Sonne schien am letzten Wochenende ohne Pause und ohne das kleinste Wölkchen am Himmel. Und weil man ja nie weiß, wie lange dieser Zauber noch anhält, wollte ich unbedingt raus, in den Wald, mal Kastanien und Blätter sammeln und die gute Luft genießen.

Mit Kindern ist da ja immer so eine Sache, die Eltern laufen gerne ein paar Stunden "einfach so rum", aber für Kinder ist es doch schöner, wenn es auf dem Weg noch etwas zu entdecken gibt. Und deshalb haben wir einen neuen Lehrpfad ausprobiert und geben diesen Tipp sehr gerne weiter, wir sind begeistert!



Start und Ziel der Runde ist der Grunewaldturm im Berliner Südwesten. Da gibt es einen großen Parkplatz oder man kann alternativ auch mit dem Bus direkt bis vor die Tür fahren.



Der Einstieg in den 4 km langen Rundweg zum Thema Wald und Klima ist nicht zu übersehen. Ausführliche Texttafeln erläutern gleich zu Beginn, worum es geht und eine interaktie Karte gibt es auch noch im Internet.

Wir sind die Runde in der "richtigen" Reihenfolge, also von Station 1 - 11 gelaufen, andersherum geht's aber auch und man kann auch zwischendurch ein- oder aussteigen und abkürzen.
Der Weg ist bestens ausgeschildert und absolut kinderwagentauglich. Auch Laufräder sind kein Problem. In diesem Teil vom Grunewald müssen Hunde übrigens angeleint werden, weshalb der Weg trotz Wochenende und strahlendem Wetter nicht überlaufen war. Sehr erholsam.


Die einzelnen Stationen sind zwischen 2 und 10  Gehminuten voneinander entfernt, das motiviert zusätzlich, die ganze Runde zu schaffen. Der Weg ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Es gibt einen Aussichtsturm, der den Unterschied zwischen Nadel - und Mischwald zeigt, Brücken führen ins Moor (das ich ohne diesen Hinweis niemals entdeckt hätte) und Wege ins Dickicht deuten an, wie dunkel es eigentlich tiefer im Wald, abseits der Wege ist. Immer wieder sind natürlich der Klimawandel und der notwendige Klimaschutz das große Thema und so wird sehr anschaulich gezeigt, wie viele Bäume eigentlich notwendig sind, um den CO² Fußabdruck eines einzigen Berliners auszugleichen. Das ist wirklich beeindruckend.
Zwischendurch gibt es auch einen Trinkbrunnen, und eigentlich hätte man das Wasser vor Ort direkt in umweltfreundliche Glasflaschen abfüllen können, nur leider funktionierte der Automat nicht. Schade, vielleicht beim nächsten Mal.








Eine ausgiebige Pause haben wir bei Station 7 gemacht und den sehr lustigen Gesprächen zwischen einer Eiche, einer Kiefer und einer Birke gelauscht.(Gibt es übrigens auch als Download auf der Webseite der Senatsverwaltung, falls jetzt schon jemand neugierig geworden ist.)

Obwohl unsere kleine Dame zwischendurch der Meinung war, sie könne nicht weiter, weil die Füße wehtun, ist sie zum Schluss sogar von Station zu Station gerannt, und wollte wissen, wie und wo es weitergeht. Insgesamt waren wir auf der 4 km Runde fast 2 Stunden unterwegs und haben uns keinen Moment gelangweilt.



Zum Schluss ist man dann wieder am Grunewaldturm und kann den Ausflug mit einer Turmbesteigung (Grandiose Aussicht, ganz Berlin liegt einem zu Füßen!) beenden. Wer dann Hunger und Durst hat, kehrt einfach direkt im Restaurant am Turm ein. Wir hatten sogar das Glück, dass der Biergarten noch geöffnet war, aber das ist wohl nur Sonntags (und im Sommer) so.


Dieser Tag im Wald hat uns jedenfalls so richtig gut getan.
Beim nächsten Mal nehmen wir uns eine andere grüne Ecke von Berlin vor.

Ich freue mich jetzt über drei freie Tage und will endlich die Fotos von unserem Sommerurlaub sortieren.
Und vielleicht bleibt ja auch noch Zeit für die erste Herbstdeko.

Bis bald wieder,
Mirja

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