Sonntag, 25. September 2016

unikatmodell - wer oder was ist das?

HAAAAALLLLLOOOOO!

Ist noch jemand hier?

Oh je, jetzt war ich wirklich ganz schön lange weg.
Mein letzter Post liegt schon über zwei Monate zurück und es hat einfach keinen Sinn, die letzten Wochen nachholen zu wollen. Es war Sommer, wir hatten Ferien, der Urlaub in England war schön, jetzt ist wieder Alltag, Punkt.

Aber an diesem Wochenende war dann doch was anders, denn ich hatte einen sehr inspirierenden Samstag bei der miniblogst in Berlin und das hat mir den nötigen Tritt in den Allerwertesten versetzt, jetzt den Staub von der Tastatur zu pusten und einfach mal wieder loszulegen.

Et voilá, let´s start in the beginning:



Wer oder was ist eigentlich ein unikatmodell? 


Gute Frage!

Es war einmal...
So oder ähnlich müsste ich eigentlich mit der Geschichte starten, denn es ist jetzt tatsächlich schon über 30 Jahre her, dass ich mit meiner ersten Nähmaschine bei uns zu Hause im Keller saß und einfach angefangen habe meine ersten Klamotten selbst zu nähen. Damals hießen die Schnitthefte noch Carina oder Neue Mode, und na klar, Burda gab es auch schon. Bei uns im Dorf gab es nur eine kleine Änderungschneiderei, die auch Kurzwaren und Stoff verkaufte, aber die Auswahl war extrem klein. Meine erste Bluse habe ich deshalb aus einem alten Bettlaken genäht und die erste Hose aus einem großformatigen Karostoff in schwarz-weiß; eine einzige Katastrophe. Für eine blutige Anfängerin ist ein Karostoff wirklich eine Herausforderung, aber das wusste ich erst, nachdem ich die Teile zugeschnitten und zusammengenäht hatte und natürlich das Muster hinten und vorne nicht passte. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dieses Modell häufig getragen haben, aber es war ein echtes Unikat!
Auch in den nächsten Jahren habe ich gerne ungewöhnliche Stoffe für meine Kreationen benutzt, so dass eigentlich nie ein Teil zum anderen passte. Aktuelle Trends sind mir dabei bis heute egal, mich inspiriert meist das Material und ich liebe die Herausforderung. Eine alte Tischdecke kann dann ein neues Oberteil werden oder ein Polsterstoff von Omas Eckbank wird eine stylische Clutch. Heute nennt man das wohl Upcycling, aber vor 30 Jahren war das irgendwie schräg und in einem kleinen Dorf fällt sowieso jedeR auf, der oder die etwas aus dem Rahmen fällt.




Diese Liebe zum Einzelstück ist geblieben, auch wenn ich mittlerweile echt gut nähen kann und auch komplizierte Muster passend zuschneide;)
Geblieben ist aber auch der seltsame Name:  unikatmodell
Für das Marketing ist es wohl nicht besonders klug einen Namen zu wählen, der so ganz und gar offen lässt, was sich dahinter verbirgt. Aber genau das gefällt mir daran.

Denn ich mag keine Massenware produzieren, sondern lege viel Herzblut in jedes Detail und die genaue Auswahl der Materialien. Ich will mich einfach nicht festlegen. Alle Sachen, die ich unter meinem Label unikatmodell anbiete, sind echte Unikate. Auch wenn sich manche Teile nur im Detail unterscheiden, so ist das doch gerade der kleine aber feine Unterschied. Es wäre zwar einfacher, wenn meine schwarzen Täschchen alle ein rotes Futter hätten und meine weißen vielleicht alle ein grünes, aber ich nähe lieber in jedes Etui ein anderes Innenfutter und variiere auch noch bei der Reißverschlussfarbe, was nur leider auch heißt, dass ich für meinen Shop jedes Stück extra fotografieren muss - eine ganz schön aufwendige Angelegenheit.

Wahrscheinlich ist das auch der Gund, warum ich sehr gerne auf Kreativmärkten verkaufe. Ich liebe das direkte Feedback am Stand und freue mich über die Begeisterung der Kunden. Das alles kann kein noch so gut gefüllter Onlineshop ersetzen.
Übrigens, meine aktuellen Markttermine findet ihr auf einer Extraseite.




Aber wer schreibt denn hier eigentlich und warum?

Für meinen Blog gilt das Gleiche wie für mein Label: ich mag mich einfach nicht festlegen :)
Soll ich hier nur über meine Produkte berichten oder lieber auch von meinen Nachmittagen als Mutter? Interessiert igendjemanden womit ich "hauptberuflich" mein Geld verdiene? Will ich darüber eigentlich schreiben? Oder vielleicht doch lieber noch ein Rezept für Käsekuchen? Das Wohnzimmer müsste erstmal renoviert werden, mit der alten Couch gibt es keine Homestory, aber vielleicht mal ein kleiner Einblick in mein Arbeitszimmerchoas? Oder nehme ich euch mit zur nächsten Reise? Im Garten waren wir ja in diesem Sommer schon ein paarmal ;) Dann vielleicht doch zuerst noch ein DIY Tutorial, wer weiß, wer weiß...
Irgendwie sind ja nicht nur meine selbstgemachten Sachen unikatmodelle, ich bin ja auch so ein Unikat und will mich nicht auf eine Rolle beschränken.


Ich werde also meine Blogkategorien überdenken, mein Bloglayout aufhübschen, ein paar ältere Posts aus der Versenkung zurückholen, mich sehr intensiv mit SEO und irgendwelchen Helfer-Tools beschäftigen, vielleicht endlich auch Twitter verstehen und vor allen Dingen eins machen: weiter!

Denn es macht mir einfach Spaß hier zu schreiben und das ist der Grund warum!

In diesem Sinne -
hoffentlich bis bald wieder,
Mirja

Kommentare:

  1. Eine spannende näh Geschichte, die du da hast. Irgendwie hoffe ich, dass ich in 30 Jahren auch noch nähe. Und alles was du spannend findest ist es wert auf dem Blog gezeigt zu werden.

    LG anja

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  2. Schön dich wieder hier zu haben. Ich habe gestern auch wieder seit langer Zeit wieder an einem Post gebastelt (ihn aber noch nicht online gestellt.
    In deiner Geschichte kann ich selbst auch ziemlich gut wiederfinden (angefangen beim Dorf bis hin zum nicht festlegen :-)
    Liebe Grüße
    Stephanie

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    1. Ich freue mich auch, dass hier wieder was los ist ;)
      Grüße aus Berlin,
      Mirja

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Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen :)